Bienenpflanze des Jahres 2021 – Bergminze

Umschwärmte Blüten und aromatischer Duft
Zur Bienenpflanze des Jahres wurde 2021 erstmals die Bergminze gekürt. Sie musste sich durch eine lang anhaltende Blüte
auszeichnen, die Bienen, Schwebfliegen und andere Nektarsammler wie ein Magnet anzieht. Von Juli bis spät in den Oktober
treibt sie unermüdlich ihre dichten thymianartigen, weißen bis hellvioletten Blüten.

Aus bester Familie
Bienenpflanzen stammen meistens aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae), so auch die Bergminze mit dem
botanischen Namen Calamintha nepeta. Das heißt so viel wie „schöne Minze“. Reibt man an den grünen Blättern, steigt
einem ein aromatischer Duft nach Minze in die Nase. Die Bergminze kennt man auch unter dem Namen Steinquendel.

In guter Gesellschaft
In freier Natur wächst sie vor allem in trockenen Laubwäldern, auf Kalkfelsen und auf Geröll im Gebirge. Im Garten fühlt sich
die Pflanze daher an einem warmen Platz in voller Sonne und auf durchlässigen, nährstoffarmen Böden wohl. In kleinen
Gruppen (3 bis 5 Pflanzen) passt sie zwischen hohe Blütenstauden, duftiges Schleierkraut oder kleine Igelpolster. Besonders
gut eignet sich die Bergminze getreu dem Naturstandort für Steingärten, sie wächst aber auch gerne auf Mauerkronen.
Als Rosenbegleiter sieht sie zwar hübsch aus, benötigt aber wie Lavendel ein anderes Erdreich als die Königin der Blumen.

Recht fesch zurückgeschnitten
Die winterharte, aufrecht und kompakt wachsende Pflanze wird zwischen 30 und 50 cm hoch. Sie kann auch im Kübel auf
einem sonnigen Balkon kultiviert werden. Nach der Blüte schneidet man sie um zwei Drittel zurück; so lässt sich verhindern,
dass sie von innen heraus verkahlt.