Bienenpflanze des Jahres 2024 – Blauraute „Bienenzwerg“

Ein Eldorado voll aromatischem Duft für Bienen
Dass die Bienenpflanze des Jahres 2024 ein echter Magnet für die namensgebenden Insekten ist, versteht sich von selbst. Um jedoch diese Auszeichnung zu erreichen, musste sie noch mehr können – und das tut die Blauraute „Bienenzwerg“! Sie duftet, zeigt feines silbergraues Laub, bleibt kompakt und kommt mit Hitze und Trockenheit phantastisch zurecht.

Würziger Silberstrauch
Die Perovskia atriplicifolia, wie die Blauraute botanisch genannt wird, kennt man auch als Silberstrauch, und zwar deshalb, weil sie schon vor der Blüte mit ihrer auffälligen und ungewöhnlichen silberweißen Färbung der Blätter entzückt. Diese verströmen auch das wunderbar duftende, würzige Aroma, das sich vor allem in der Sommerhitze entfaltet.

Blaue Blüten in Beet und Strauß
Von August bis September blühen die zahlreichen Ähren in herrlichen Schattierungen von Hellviolett bis zu dunklem Violettblau. In gemischten Blumensträußen setzt die Bienenpflanze des Jahres übrigens wie im Beet wunderschöne Akzente. Hier kann sie mit Federgras, Schafgarbe oder Herbstastern kombiniert werden. Andere Blaurauten werden deutlich höher, während „Bienenzwerg“ mit nur 50 bis 60 cm größere Blütenstauden oder weiße und gelbe Rosen umschmeichelt, allerdings nur, solange der Boden gut dränagiert ist.

Das Geheimnis – Splitt und Schnitt
Wie Lavendel liebt es unsere Pflanze des Jahres, in mit Splitt vermengter Erde zu gedeihen. Hier ist für den so wichtigen Wasserabzug gesorgt. Und ebenso wünscht „Bienenzwerg“ einen jährlichen Rückschnitt – aber erst im März, damit die Triebe nicht zurückfrieren. Für eine üppige Blüte ist dieser Rückschnitt zwingend notwendig, denn die Blauraute blüht stets nur am einjährigen Holz.



 

Bienenpflanze des Jahres 2023 – Katzenminze „Bienenwolke“

Aromatisches Blütenmeer als Bienenmagnet
Sie ist nicht nur bei Katzen beliebt, sondern noch viel mehr bei Bienen, Hummeln und Schmetterlingen! Deshalb wurde die Katzenminze „Bienenwolke“ einstimmig zur Bienenpflanze des Jahres 2023 erkoren. Hinter vorgehaltener Hand wird behauptet, dass diese Sorte die schönste ihrer Art überhaupt sei.

Gerät nicht aus der Fassung

Im Gegensatz zu anderen Katzenminzen bleibt sie kompakt und mit nur 40 cm Höhe recht klein. Mit ihrem kugeligen Wuchs punktet die „Bienenwolke“ als Beeteinfassung, eignet sich als Bodendecker oder als Vordergrundpflanzung im Staudenbeet. Ihre zurückhaltende Wuchseigenschaft macht sie auch zur perfekten Begleiterin der Blumenkönigin, der Rose.

Dauerblüher mit Format
Wer auf der Suche nach einer besonders lang blühenden Bienenpflanze ist, der ist mit dieser Katzenminze gut beraten. Sie ist ein richtiger Eyecatcher! Ihre Blütezeit erstreckt sich von Juni bis September, die lilablauen Blüten setzen herrliche Akzente – vor allem in Gruppen gepflanzt. So entwickeln sich über den Sommer leuchtend blaue Blütenteppiche, die unentwegt von Bienen, Hummeln und anderen Insekten liebend gern besucht werden. Ein Rückschnitt nach der Blüte regt übrigens sogar noch eine zweite Blühphase an.

Wenn’s duften soll

Katzenminzen enthalten ätherische Öle, die nach Minze duften, und wie ihr Aussehen schon vermuten lässt, halten die Pflanzen Trockenheit sehr gut aus. Das mediterrane Gewächs wünscht direkte Sonneneinstrahlung, aber dennoch keine zu heißen Plätze. Die „Bienenwolke“ ist daher ein perfekter Kandidat fürs blühende Staudenbeet, aber auch in Töpfen macht sie gute Figur.



 

Bienenpflanze des Jahres 2022 – Steppensalbei „Marvel Rose“

Quirlige Blütenkerzen als Landeplatz
Es ist keine große Überraschung, dass ein Steppensalbei zur Bienenpflanze des Jahres 2022 gewählt wurde, sind doch Salbeiblüten bekannt als Bienen- und Schmetterlingsweide! Überraschend ist jedoch das sagenhafte Leuchten der großen Blüten von „Marvel Rose“.

Aus reiner Zierde
Bienenpflanzen stammen meistens aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae), so auch der Steppensalbei „Marvel Rose“ mit dem botanischen Namen Salvia nemorosa. Im Gegensatz zu seinem bekannten Verwandten, dem Echten Salbei (Salvia officinalis), ist „Marvel Rose“ nicht essbar und auch keine Heilpflanze. Die Pflanze ist winterhart, wird etwa 30 bis 60 cm hoch und bleibt kompakt im Wuchs.

Woher, wohin?
Die Heimat des Steppensalbeis erstreckt sich von Europa bis nach Russland. Dort wächst er in Steppenlandschaften, an Wegrändern, auf Trockenwiesen und in höheren Berglagen. Im Garten macht „Marvel Rose“ daher allein oder in der Gruppe in sonnigen Rabatten stets eine gute Figur. Auch in Stein- oder Präriegärten findet unsere genügsame Bienenpflanze 2022 ihr Auslangen. Sie lässt sich außerdem gut mit Ziergräsern, Kräutern oder anderen Stauden kombinieren. Die Blüten von „Marvel Rose“ erscheinen zwischen Juni und August gleichzeitig mit jenen der Rosen. Daher sind auch sie gute Partner, wenn man bei der Sortenwahl auf passende Farbtöne achtet.

Der Mehr-Blüten-Trick

Nach der ersten Blüte schneidet man „Marvel Rose“ etwa um ein Drittel zurück und verhilft der Pflanze mit etwas Kompost oder Dünger zu neuen Kräften. Nach einigen Wochen erblüht sie ein zweites Mal, wenn auch meist ein wenig schwächer. Im zeitigen Frühjahr erfolgt ein Rückschnitt.



 

Bienenpflanze des Jahres 2021 – Bergminze

Umschwärmte Blüten und aromatischer Duft
Zur Bienenpflanze des Jahres wurde 2021 erstmals die Bergminze gekürt. Sie musste sich durch eine lang anhaltende Blüte
auszeichnen, die Bienen, Schwebfliegen und andere Nektarsammler wie ein Magnet anzieht. Von Juli bis spät in den Oktober
treibt sie unermüdlich ihre dichten thymianartigen, weißen bis hellvioletten Blüten.

Aus bester Familie
Bienenpflanzen stammen meistens aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae), so auch die Bergminze mit dem
botanischen Namen Calamintha nepeta. Das heißt so viel wie „schöne Minze“. Reibt man an den grünen Blättern, steigt
einem ein aromatischer Duft nach Minze in die Nase. Die Bergminze kennt man auch unter dem Namen Steinquendel.

In guter Gesellschaft
In freier Natur wächst sie vor allem in trockenen Laubwäldern, auf Kalkfelsen und auf Geröll im Gebirge. Im Garten fühlt sich
die Pflanze daher an einem warmen Platz in voller Sonne und auf durchlässigen, nährstoffarmen Böden wohl. In kleinen
Gruppen (3 bis 5 Pflanzen) passt sie zwischen hohe Blütenstauden, duftiges Schleierkraut oder kleine Igelpolster. Besonders
gut eignet sich die Bergminze getreu dem Naturstandort für Steingärten, sie wächst aber auch gerne auf Mauerkronen.
Als Rosenbegleiter sieht sie zwar hübsch aus, benötigt aber wie Lavendel ein anderes Erdreich als die Königin der Blumen.

Recht fesch zurückgeschnitten
Die winterharte, aufrecht und kompakt wachsende Pflanze wird zwischen 30 und 50 cm hoch. Sie kann auch im Kübel auf
einem sonnigen Balkon kultiviert werden. Nach der Blüte schneidet man sie um zwei Drittel zurück; so lässt sich verhindern,
dass sie von innen heraus verkahlt.