Bienenpflanze des Jahres 2022 – Steppensalbei „Marvel Rose“

Quirlige Blütenkerzen als Landeplatz
Es ist keine große Überraschung, dass ein Steppensalbei zur Bienenpflanze des Jahres 2022 gewählt wurde, sind doch Salbeiblüten bekannt als Bienen- und Schmetterlingsweide! Überraschend ist jedoch das sagenhafte Leuchten der großen Blüten von „Marvel Rose“.

Aus reiner Zierde
Bienenpflanzen stammen meistens aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae), so auch der Steppensalbei „Marvel Rose“ mit dem botanischen Namen Salvia nemorosa. Im Gegensatz zu seinem bekannten Verwandten, dem Echten Salbei (Salvia officinalis), ist „Marvel Rose“ nicht essbar und auch keine Heilpflanze. Die Pflanze ist winterhart, wird etwa 30 bis 60 cm hoch und bleibt kompakt im Wuchs.

Woher, wohin?
Die Heimat des Steppensalbeis erstreckt sich von Europa bis nach Russland. Dort wächst er in Steppenlandschaften, an Wegrändern, auf Trockenwiesen und in höheren Berglagen. Im Garten macht „Marvel Rose“ daher allein oder in der Gruppe in sonnigen Rabatten stets eine gute Figur. Auch in Stein- oder Präriegärten findet unsere genügsame Bienenpflanze 2022 ihr Auslangen. Sie lässt sich außerdem gut mit Ziergräsern, Kräutern oder anderen Stauden kombinieren. Die Blüten von „Marvel Rose“ erscheinen zwischen Juni und August gleichzeitig mit jenen der Rosen. Daher sind auch sie gute Partner, wenn man bei der Sortenwahl auf passende Farbtöne achtet.

Der Mehr-Blüten-Trick

Nach der ersten Blüte schneidet man „Marvel Rose“ etwa um ein Drittel zurück und verhilft der Pflanze mit etwas Kompost oder Dünger zu neuen Kräften. Nach einigen Wochen erblüht sie ein zweites Mal, wenn auch meist ein wenig schwächer. Im zeitigen Frühjahr erfolgt ein Rückschnitt.



 

Bienenpflanze des Jahres 2021 – Bergminze

Umschwärmte Blüten und aromatischer Duft
Zur Bienenpflanze des Jahres wurde 2021 erstmals die Bergminze gekürt. Sie musste sich durch eine lang anhaltende Blüte
auszeichnen, die Bienen, Schwebfliegen und andere Nektarsammler wie ein Magnet anzieht. Von Juli bis spät in den Oktober
treibt sie unermüdlich ihre dichten thymianartigen, weißen bis hellvioletten Blüten.

Aus bester Familie
Bienenpflanzen stammen meistens aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae), so auch die Bergminze mit dem
botanischen Namen Calamintha nepeta. Das heißt so viel wie „schöne Minze“. Reibt man an den grünen Blättern, steigt
einem ein aromatischer Duft nach Minze in die Nase. Die Bergminze kennt man auch unter dem Namen Steinquendel.

In guter Gesellschaft
In freier Natur wächst sie vor allem in trockenen Laubwäldern, auf Kalkfelsen und auf Geröll im Gebirge. Im Garten fühlt sich
die Pflanze daher an einem warmen Platz in voller Sonne und auf durchlässigen, nährstoffarmen Böden wohl. In kleinen
Gruppen (3 bis 5 Pflanzen) passt sie zwischen hohe Blütenstauden, duftiges Schleierkraut oder kleine Igelpolster. Besonders
gut eignet sich die Bergminze getreu dem Naturstandort für Steingärten, sie wächst aber auch gerne auf Mauerkronen.
Als Rosenbegleiter sieht sie zwar hübsch aus, benötigt aber wie Lavendel ein anderes Erdreich als die Königin der Blumen.

Recht fesch zurückgeschnitten
Die winterharte, aufrecht und kompakt wachsende Pflanze wird zwischen 30 und 50 cm hoch. Sie kann auch im Kübel auf
einem sonnigen Balkon kultiviert werden. Nach der Blüte schneidet man sie um zwei Drittel zurück; so lässt sich verhindern,
dass sie von innen heraus verkahlt.